Spielkartentradition mit Geschichte

Bild: Fabrik 19.Jhdt.Die Wiener Spielkartenfabrik Ferd. Piatnik & Söhne, mit Sitz in Wien, 14, Hütteldorfer Straße 229-231 wurde 1824 als Kartenmalerei von Anton Moser gegründet. 1842 übernahm Ferdinand Piatnik nach dem Tod Mosers den Betrieb und führte die Kartenmacherwerkstatt unter seinem Namen fort. 1882 traten drei Söhne Ferdinand Piatniks, Ferdinand, Adolf und Rudolf in den Betrieb ein, der ab diesem Zeitpunkt als "Ferd. Piatnik & Söhne, Wien" firmierte. Im 19 Jhdt. entwickelte sich das Unternehmen von einem Handwerks- zu einem Industriebetrieb.

ZertifikatSeit 180 Jahren wird das Unternehmen ausschließlich von Mitgliedern der Familie geleitet. Über mehrere Generationen wurde die Kunst der Kartenmalerei bis hin zur heutigen hochtechnologischen Spielkartenproduktion weitergegeben und die weltweit bekannte und geschätzte Qualitätsmarke Piatnik entwickelt.

Expansionsbestrebungen führten dazu, daß Produktionsbetriebe sowie eine Papierfabrik in den ehemaligen Kronländern gegründet wurden, die aber nach den Weltkriegen verloren gingen. In den 50er Jahren begann man mit den Exporten in Europa, in die EFTA-Länder, insbesondere Skandinavien und England.

KartenAb 1950 wurde das Sortiment über die Spielkarten hinaus um Puzzles und Gesellschaftsspiele erweitert. Das traditionelle Wiener Unternehmen behauptet sich in Österreich im harten Konkurrenzkampf als Marktleader im Bereich der Familien- und Erwachsenenspiele. So entwickelten die Spezialisten von Piatnik zum Beispiel 1990 "Activity", das sich als wahrer Verkaufshit herausstellte. Selbst 9 Jahre nach Produkteinführung gehört Activity zu den meist gekauften Spielen in Österreich. In Deutschland, der Schweiz und den USA zeigen die Verkaufsziffern ebenfalls eine erfreuliche Entwicklung. Mittlerweile wurde dieser Dauerbrenner in fünf Sprachen übersetzt und in mehr als 15 verschiedenen Ausgaben aufgelegt.

Die aus aller Herren Länder in Wien bestellten Produkte - jährlich werden ca. 25 Millionen Kartenspiele, eine Million Puzzles und eine Million Spiele in über 60 Länder verkauft - unterstützen die strategische Expansionspolitik des Unternehmens.

In den 90er Jahren begann sich das Unternehmen erneut im Ausland zu engagieren. 1989 wurde die erste Tochter der Piatnik Unternehmensgruppe "Piatnik of America" gegründet. Mittlerweile gehören der Wiener Spielkartenfabrik Ferd. Piatnik & Söhne Tochtergesellschaften in Deutschland "Piatnik Deutschland GmbH" in Mönchengladbach (1993), in Tschechien "Piatnik Praha sro." in Prag (1994) und in Ungarn "Piatnik Budapest kft" (1994) an.